Matthias OdenJunktown

Matthias Oden

Junktown

In einer Welt, in der Konsum – vor allem der von Drogen – von Staats wegen vorgeschrieben ist, arbeitet Solomon Cain als GeMaPo (Geheimer Maschinen Polizist) und ist als solcher seit der Revolution auch schon ein paar Jährchen im Einsatz.
Als er dann auf den Fall einer toten Brutmutter-Maschine angesetzt wird – einem höheren Maschinenwesen -, steht schnell fest, dass es sich hier um Mord handelt. Allerdings ist das Motiv nicht ganz so klar wie es zunächst scheint….

Meine Meinung:
Neugierig bin ich allein durch den Klappentext geworden und es hat sich gelohnt: in der Welt, die Matthias Oden beschreibt, wurden die Gesellschaftsstrukturen gründlich auf den Kopf gestellt. Was vorher strengstens verboten war, ist jetzt nicht nur erlaubt, sondern sogar Pflicht. Drogen werden behördlich verabreicht und deren Einnahme bzw. Sollpegel ärztlich protokolliert. Müllvermeiden ist verpönt, Müllbesitz und deren Zurschaustellung sind die neuen Statussymbole.
Witzig und spannend zu lesen, detailreich ausgeschmückt – das hat schon was. Allein die „Umgangssprache“ in dieser neuen Gesellschaft war für mich etwas gewöhnungsbedürftig; aber vielleicht ist das in der Zukunft ja wirklich mal so – wer weiß? Vielleicht ist es aber auch dem Umstand geschuldet, dass der Autor männlich ist 😉 ? Ick wees es nisch.
Ich für meinen Teil habe das Buch mit – Achtung: Wortwitz – Genuss gelesen und sage: Ein Hoch auf das Recht zur Nüchternheit!

Für alle Leser, die gerne abgefahrene Utopie- und Dystopie -Romane lesen. Allerdings eine kleine Einschränkung (wegen der teils deftigen Sprache): Altersempfehlung ab 14 Jahre aufwärts.

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